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Hoffnung
Originaltitel: Espoir
800 €
Hochformat. Figurative Ausdrucksweise: eine kleine, kubistisch anmutende Stadt mit einer Kuppelkapelle, die ein Kreuz krönt, links der Mitte, einem Gebäude mit quadratischen Fenstern unten rechts, Türmen und schiefen Fassaden, die sich stapeln. Die Ebenen kippen und überlagern sich wie bei den Kubisten. Das Lachsrosa des Himmels, oben in der Mitte, lässt die Komposition atmen. Die Palette bewegt sich in einer kühlen, sanften Skala: Türkis, Entenblau, Violett, Mauve, mit Lachsrosa als einziger warmer Note. Dieses Rosa wirkt wie eine leuchtende Lichtung inmitten der Blautöne. Man bewegt sich in einem poetischeren und zärtlicheren Register als bei anderen Gemälden. Was die Technik betrifft, so sind zerknitterte, aufkaschierte Papiere rechts (rosa und blaue Zone) und im zentralen Grün deutlich sichtbar, was einen Effekt von zerbrochenem Glas oder Kristall erzeugt; die Flächen sind glatter und stärker gemalt, mit Verreibungen und Transparenzen; die schwarzen Konturen sind dick und unregelmäßig, fast wie ein Linolschnitt, und gliedern das Ganze; die Fenster sind in kleinen hellen Tupfern gehalten, von Blautönen umrandet, was dem Bild Rhythmus gibt. Man kann darin eine mediterrane Stadt sehen, von oben oder im Traum gesehen: Kapelle, Fassaden, Treppen, Dächer. Dieses Gemälde zeigt, dass die Künstlerin auch zu erzählen versteht, was ihr Publikum erweitert. Die Stärken dieses Gemäldes sind die Lesbarkeit, der erzählerische Charme, die Harmonie von Blau, Violett und Rosa sowie das Gleichgewicht zwischen ruhigen und ausgearbeiteten Zonen.
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