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Ohne Titel

Originaltitel: sans titre

Blöcke aus Safran, Rot und Violett, von schwarzen Strichen zerkratzt, auf einer Materie, die das Licht einfängt.

2026Mischtechnik100X120 sur chassis non encadré

800 €

Hier stapeln und überlagern sich die Ebenen ohne Atempause: Blöcke in Gelbocker, Violett und Rot greifen ineinander wie Dachziegel oder Mauern in der Perspektive. Die feinen schwarzen Linien, wie mit Tusche gezogen, dienen als Gerüst und führen das Auge von oben nach unten. Der hellgelbgrüne Block unten in der Mitte ist der Ankerpunkt, und das leuchtende Violett oben rechts bildet den Kontrapunkt. Die warme, gesättigte Palette verleiht Tiefe. Man spürt ein Licht am Ende des Tages, sehr mediterran oder afrikanisch. Die Oberfläche ist stark bearbeitet: gekratzte, besandete Impasti, die an Putz, Erde oder Stein erinnern; durchscheinende Lasuren unter den dicken Schichten, sichtbar in den Violett- und Rottönen; senkrechte Farbläufe rechts bringen Bewegung, ebenso die Schablonen- oder Abdruckmotive. Man hat es hier mit einer materialbetonten Abstraktion zu tun, mit Anspielungen auf Architektur oder Textil (Patchwork, Pagne).

Interesse bekunden

Farbblöcke überlagern sich wie Mauerflächen oder erleuchtete Fenster: Safranorange, Goldgelb, leuchtendes Rot und ein tiefes Violett, das eine ernstere Note hinzufügt. Schwarze Linien, fein und nervös, zeichnen die Ränder, mal gerade, mal leicht gebogen. Einige Reihen von Punkten gliedern die Leinwand wie ein kleiner, gleichmäßiger Rhythmus.

Die Oberfläche ist körnig, stellenweise ausgehöhlt, von senkrechten Farbspuren durchzogen. Man ahnt die Hand, die kratzt, überdeckt und dann die darunterliegende Schicht wieder hervortreten lässt. Der Blick wandert von einem Block zum nächsten, ohne zu verweilen, und das Ganze strahlt eine offene Wärme aus, nah am Licht eines späten Nachmittags.

Atmosphäre und Interieur

Diese Leinwand fügt sich gut in einen hellen Wohnraum ein, in ein Wohnzimmer, ein Esszimmer oder ein Arbeitszimmer, wo das Tageslicht das Relief der Materie hervortreten lassen kann. Sie wird gern in einen Dialog treten mit gebrochenem Weiß, leinenfarbenem Beige oder sanftem Grau an den Wänden, ebenso mit naturbelassenem Holz, falbem Leder oder einem tiefen Grün. Ein seitliches, weiches Licht bringt die Reliefs und die lebhafteren Farbtupfer zur Geltung.

Material und Technik

  • Körnige Impasti, gekratzt und eingegraben, vor allem in den Gelb- und Orangetönen
  • Feine schwarze Linien, aus freier Hand gezogen, die die Farbblöcke begrenzen
  • Senkrechte Farbläufe in der rechten Mitte und im unteren Teil, die den Aufbau mildern
  • Reihen schwarzer Punkte oben rechts und unten links, wie ein wiederkehrender Rhythmus
  • Übereinandergelegte Farbschleier, mit Akzenten in grellem Grün und einer hellen Zone, in die links ein Kreis geritzt ist

Technische Daten

Maße
100 × 120 cm
Technik
Mischtechnik
Jahr
2026